Freitag, 29. Oktober 2010

... Lesson 4: Getting Control Over The First Spots.

Yeah, das zweite Mal in der Woche schaffe ich es ein paar Zeilen zu tippen.

Ich bin jetzt seit zwei Monaten unterwegs. Habe damit aber leider auch schon 20% meiner Zeit hinter mir. Bislang jeden Moment genossen. In 30 Minuten geht es nach - was weiss ich - in einen hoffentlich netten Pub. Also mal flink Bericht erstattet.

Knapp einen Monat sind die Bilder vom Inokashira-Park schon alt und ich habe doch erst ein paar Augenblicke des Tages und der Tage berichtet.
Nach dem Park bin ich mit Guide-Paul weiter in Richtung Tokyo Zentrum gezogen. Zunächst nach Kichijoji (吉祥寺) - die Stadt ist an sich schon einen Abstecher Wert, es gibt hier einige Shoppingmeilen, Bars und die üblichen japanischen Menschenmassen. Wir sind zu Beginn in einem der Shoppingzentren gelandet, nagelneu und im Bahnhof, sodass man dort quasi durch kommen muss. Wie es in Japan mehr oder weniger üblich ist gibt es eine riesige Auswahl an Fisch, insbesondere Sushi Varianten. Zunächst sind wir aber nur einmal durch gekommen. Am Abend sollte es noch einmal zum Essen zurück gehen. Ab in die Chuo-Line zum Tokyo Tower.

Der Tokyo Tower (東京タワ) das Wahrzeichen Tokios. Das "höchste" Gebäude Tokios. Naja, noch. Nicht wehrt ewig und die Bauwut der Japaner zwingt auch das Wahrzeichen in die Knie. Momentan wird der neue Tokyo-Tower gebaut. Ein paar Kilometer entfernt wird der neue Tower, das neue Wahrzeichen gebaut. Tatsächlich soll er zum Zeitpunkt unseres Besuches schon ca 15 Meter höher als der aktuelle gewesen sein - wers glaubt. Das würde ja heissen, das ich ca 15€ bezahlt habe um das zweithöchste Gebäude hoch zu laufen. Was nen Unfug. Würde sowas nie machen. Der Tokyo Tower wurde dem Eifelturm nach empfunden. Dies ist ein generell japanisches Verhalten. Was man mag wird kopiert. Was man besonders mag wird dabei auch noch gleich verbessert. Der Tower ist 8 Meter höher als der Eifelturm! Ein Akt der Kompensation? Womöglich! Bei damals noch 30°C und Sonnenschein hatten wir beste Aussicht auf ganz Tokyo!

Bilder sind online.... !
Schreibe heute Nacht betrunken weiter ;) Schönen Freitag Abend.
Muss los

Mittwoch, 27. Oktober 2010

... ? Lesson 3 - 1: How To Plan Your Schedule?

Tadaa - wollte nur verkünden dass ich Fotos hochgeladen habe! War am Wochenende in Ueno, einem weiteren Viertel von Tokyo und habe nen paar Schnappschüsse hochgeladen. Einfach auf die Diashow in meinem Blog klicken und ihr kommt zu den Fotoalben. Wer mehr sehen möchte mag sich einfach melden und ich mache die anderen Bilder zugänglich :)

Warum der super verrückte Titel?! Nun ja, mein Schedule ist momentan arg voll und der Plan hat keine Luft fürs Posten gelassen. Dabei ist hier einiges los was ich in meinem Mitteilungsdrang loswerden muss.
  • Habe massig Einsatzmöglichkeiten für 1€ Jobber gefunden! Hier sind die Behörden scheinbar unglaublich erfinderisch was Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen angeht - kann mir nicht vorstellen, dass die alle voll bezahlt werden.
  • Wurde in nem English-Pub als Deutscher erkannt, mag am Trikot oder am Jubeln über das 4 zu 1 gelegen haben. Verblüffend das ich da wieder raus gekommen bin.
  • Haben 3 Tage lang mein Zimmer nur noch durchs Fenster verlassen.
  • Bin dazu gekommen den German Sausage Burger zu kosten.
  • War aufem Tokyo-Tower .....
  • Wurde das einzige mal wo ich in den täglichen Tests nicht abgeschrieben habe des Abschreibens bezichtigt.
  • ...
Kommt dann alles. Momentan ist hier Festival-Woche, also einiges los an der ICU. Es wird außerdem kälter. Morgen sollen es tatsächlich nicht einmal mehr 20 °C sein. Werde weiterhin Fotos hoch laden und in kleinen Happen mal meine "Damn Shit ist Japan crazy"-Liste abarbeiten.

Schöne Woche! Verabschiedung.

Sonntag, 17. Oktober 2010

... ? Lesson 3: Go Out And Explore Your Surroundings!

Nachdem uns schon einer der führenden Anthropologen der ICU aufgefordert hat: "Get LOST!" - kann auch ne persönliche Bitte gewesen sein - haben wir das dann auch mal ganz gezielt gemacht. Tokyo ist dafür auch super geeignet, man kann so ziemlich überall verloren gehen und fühlt sich dabei immer noch unglaublich sicher.
Dieses Mal waren wir eigentlich nur auf der Suche nach etwas japanischen Essen. Da die Hauptstraße absolut jeder abgrasen kann ging es von einer Nebenstraße in die andere. Die meisten Gassen sind hier nicht auf Auto + X ausgelegt. Bei der Art und Weise wie hier einige der Reisköche Fahrrad fahren sind die Straßen um ehrlich zu sein auch nicht auf Fahrrad + X ausgelegt. Ins Auge stechen hier die fast grundsätzlich überirdischen Stromleitungen. Wir haben nach ca. 30 Minuten auch einen kleinen Laden gefunden. Indisch. Die geographische Nähe macht sich dabei durchaus bemerkbar. 5 verschiedene Schärfegrade gab es. Ich habe mich in 3 probiert. Allein der Dampf des Essens hat schon fast gereicht um mich aus dem Haus zu treiben. Letztlich war es verdammt lecker.

Beim Thema essen hat sich hier auch schon einiges neues ergeben. Mein Einfluss auf das Land scheint zu steigen. ドイツコンボ (Doitsu-Combo - Deutsches-Menü) stand im Menü. Nürnberger, Sauerkraut und Bratkartoffeln wurden geliefert. Tatsächlich kann ich mit stolz verkünden dass sogar McDonalds auf den steigenden Einfluss reagiert hat und den "German-Sausage"-Burger ins Programm genommen hat. Nicht ganz so stolz bin ich, dass ich das Angebot verpasst habe. Des weiteren endet heute das Oktoberfest in Yokohama. Aber man sieht ich arbeite hier mit Zuckerbrot und Peitsche. Das gute Essen sorgt für positive Assoziationen mit good, old Germany.

Die letzten Wochen bin ich auch ganz ordentlich herum gekommen. Die ersten Fotos mit meiner Kamera habe ich aber im Wohnheim geschossen. Am 01.10.2010 wurde hier der Gründung der Volksrepublik China (jap. 中国 Land der Mitte, spricht sich aber ちゅうごく (Chūgoku)) gedacht. Ich habe es an diesem Tage vermocht drei Chinesen unter den Tisch zu trinken - zu Ihrer Verteidigung sei gesagt, dass Sie es nicht vermocht haben nach eininader zu trinken. Amateurhaftes verhalten, aber so waren 5 Reisschnäpse auch schon ausreichend. Zur Chinesischen Verteidigung sei fernern gesagt, dass es eigentlich nur 2 Chinesen und 1 Japaner war - aber wer nimmt das schon so genau?!


Am (sagen wir einfach mal in Deutschland war es noch sehr früh, so muss es hier) Morgen (gewesen sein), es war der 02.10. ging es dann Richtung Tokyo. Erster Stop: Kichijōji (吉祥寺) Shrine - Inokashira-Park (井の頭公園). Der Schrein wurde erst in den vergangenen Jahren renoviert und mit dem angrenzenden Zoo ist der Park ein bekanntes Naherholungsgebiet. Es war auf jedenfall eine Reise wert. Vor angeblich 20 Jahren wurden außerdem Koi-Fische (鯉) ausgesetzt - scheint denen gut zu gefallen. Wirklich ein schöner Park. Den Zoo haben wir uns jedoch geschenkt.

Ich habe übrigens begonnen ein Web-Album zu pflegen. Wenn Ihr auf die Diashow (falls sie noch nicht gefunden wurde - sie befindet sich rechts im Blog) klickt kommt ihr zu meinen Webalben. Bislang liegen da 6 Alben mit jeweils ein paar Fotos die ich hier gemacht habe.

Für mich steht morgen der nächste Japanisch-Test an. Von daher beende ich das Ganze jetzt einmal. Wer mer Fotos sehen möchte darf gerne rufen, dann gebe ich den Link zu Repository oder tausche die sonst wie aus. An dem Tag ging es vom Park übrigens nach Kichijoji, Tokyo-Tower, Akihabara, Kichijoji und ICU. Die nächsten Tage dann, Fotos sind schon online.

Schönes Wochenende.
Beste Grüße

Sonntag, 10. Oktober 2010

... ? Lesson 2: Frozen Titts at the Hard Rock Cafe.

Ich danke der Uni Münster! Klingt komisch, ist aber so. Ich mag also erläutern: Wie wir alle wissen haben wir den Fußballzwerg "Türkei" zurück zum Bosporus gejagt. Das öffentlich rechtliche Fußball-Streamen, über die Seite des ZDF, steht dem GEZ "zahlenden" Studenten aus Asien aber scheinbar nicht zur Verfügung. Die VPN-Verbindung ins Uni-Netz aber schon! So bekommt man das Spiel dann auf die Leinwand. :) Weitere Gründe zum Danken habe ich gerade nicht, aber evtl. finde ich irgendwann noch mal einen.

Lesson 2: Elisa Cecconi (Z), Italienerin - mag Italien auch nicht. Aktuell frage ich mich wer Italien überhaupt mag?! So viele können es nicht sein, wenn sogar Einheimische dem Land nichts abgewinnen können. Man sollte dann hier Kants geistigen, durchaus hellen Momenten folgen und das Land at acta legen. Die Italiener sollten sich in Grüppchen zusammen finden und viele kleine Nachfolgestaaten Gründen. Kann nur besser werden. Zumindest hat Z´-ins Hard Rock Cafe eingeladen. Das Café ist in Roppongi (六本木, heisst wörtlich: sechs Bäume - konnte ich selbst übersetzten). Hier findet man auch eine Ur-Deutsche Bar in der sich - keine Übertreibung - die deutsche Promiszene die Klinke in die Hand gibt. Hier kommen sie auf Ihren Trips in Tokyo des öfteren mal vorbei - habe es mir geschenkt, wollte die Suffköppe nicht wieder sehen.
Jeder hat schon mal nen Hard Rock Café gesehen, die unterscheiden sich ja nicht sonderlich. Hatten nen halbes Stockwerk belegt und nen paar Stunden die Bedienungen beschäftigt. Geil ist jedoch der Gorilla, der das Cafe erklimmt. Mit seinen rot glühenden Augen schafft der nochmal ne ganz eigene Atmosphäre. Passt einfach ins Bild von Japan.
Auf dem Weg zurück zur Bahnstation wurde uns dann noch eine japanische Spezialität angekündigt. Zumindest wurde versucht uns mit "frozen titts" in ein Tanzlokal zu locken. (Es war wohl den vielen Frauen, mit denen wir unterwegs waren, geschuldet dass wir uns zurück gehalten haben und uns diese Highlight (vorerst) haben entgehen lassen. ) Neugierig bin ich schon...

Am Samstag ging es dann nach Ikebukuro (池袋), wenn ich mich recht erinnere, zum Okonomiyaki (お好み焼き)essen. Okonomiyaki ist die japanische Version von (eventuell) Pfannkuchen. Es besteht aus einem Haufen Teig und dann allen Zutaten die man mag. Bacon, Salami, Hackfleisch bieten sich natürlich immer an. Aber erlaubt ist was Spaß macht. :) So leitet sich auch der Name Okonomiyaki her. Er sagt aus, worauf man Lust hat, was man möchte. Man vermengt als alle Zutaten und wirft sie auf eine "heiße Platte" - Teppan (鉄板焼き) und brät es gut durch. Am Ende wird mit japanischer Sauce gewürzt und das ganze dann buchstäblich in Mayonnaise ertränkt. Schmeckt gut.

Die Woche drauf war ein nationaler Feiertag und wir hatten doch tatsächlich auch frei. An diesem Tag hatte sich jedoch die Schule gedacht, dass sie sich -für uns- was besonderes einfallen lässt. Sie hat also für den ganzen Tag das Kraftwerk der Uni ausgeschaltet und wir saßen im dunkeln und OHNE Internet OHNE Wasser. Die Wasser Geschichte wurde jedoch gekonnt mit einem 7 stündigen Dauerregen überspielt. Respekt an dieser Stelle. Es ist schon sehr verwirrend und führt zu einer Weltuntergangsstimmung wenn es stockduster ist und schüttet wie aus Eimern. An diesem Tag konnte ich beiläufig verschiedene Verhaltensweisen von Nationen studieren. Man erkennt sehr gut Ihre Abhängigkeit von Technik und allen anderen Annehmlichkeiten des täglichen Lebens. Wir haben hier ca. 30 Nationen im Wohnheim. Die Highlights:
  • Süd-Amerika: Er - Computer Science Student - lag den ganzen Tag regungslos im Bett. Starrte die gesammte Zeit konstant an die Decke seines Zimmers und ließ es vorbei gehen. Er war wach und phasenweise ansprechbar. Gegessen oder getrunken hat er nicht.
  • West-Amerika: Er - Computer Science Student - hat auf seine Erfahrungen als Pfadfinder zurück gegriffen und das Beste aus der Situation gemacht. Licht und Internet gab es übers I-Phone.
  • Hawaii - Russia: Haben die Situation analysiert und festgestellt, dass das Bier und zudem der Vodka warm wird. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Am Nachmittag hat man sie nicht mehr gesehen.
  • Global: Wie viele Lieferdienste braucht es, um die Auffahrt zum Wohnheim zu verbauen. 7!
  • Equador: Nein, die elektrische Eingangstür geht NICHT auf, wenn man vor sie tritt. Haste selbst gemerkt, ne?!
  • Denmark: Wenn das Internet nicht zu mir kommt, gehe ich zum Internet. Saß den Tag im warmen Cafe.
  • Deutschland: Erst einmal ausschlafen. Mit Corn-Flakes - solange die Milch noch kalt ist - Ruhe in den Tag bringen. Mittags Restaurant und Abends das Bier aus der Gefriertruhe nehmen, denn die Eiswürfel waren im Begriff komplett weg zu schmelzen.
Japan 2 : 1 Deutschland:
Gestern, am 08.10.2010, war ich auf dem Weg zum Immigration-Bureau ,um mir einen Stempel in meinen Reisepass geben zu lassen, der es mir erlaubt EINMALIG aus Japan aus und wieder ein zu reisen. Der Stempel kostet 30€. Um nicht unnötig viel Geld und Zeit zu opfern sind wir nach Tachikawa (立川市) gefahren, um dort in eine Zweigstelle zu gehen. Über Tachikawa ist nicht wirklich was spannendes zu sagen. Immerhin haben sie eine Basis der Selbstverteidigungsstreitkräfte Japans - MEINS.
Was wir wussten: "Aus dem Bahnhof, in den Bus Nummer 12 und nach 20 Minuten seit ihr da. " Klang simpel. Da standen wir 3 Gaijins dann am Busbahnhof und betrachteten den Fahrplan genauestens. Nun begab es sich, dass wir von einer "hilfsbereiten" Japanerin angesprochen wurden, die uns zu einem schnelleren Bus verwies. Dies war das 1 zu 0 für Japan. Wir landeten am Tachikawa Stadthaus. Da war man nicht für uns zuständig. Man gab uns eine Karte und verwies auf das "richtige" Gebäude. Also mit dem Bus zurück zum Bahnhof. In die Nummer 12 und zum angewiesenen Gebäude. 2 zu 0 für Japan. Wir landeten wieder am Stadthaus. Zurück zu Fuß. Ins Taxi und zum anderen auf der Karte eingezeichneten Gebäude. Nummer gezogen. Im Supermarkt eine 30€ Briefmarke gekauft und zum Immigration-Bureau-Schalter vor.
Der Mann mit der "Immigration Affairs" Krawatte schien uns darauf hinweisen zu wollen, dass jeder eine eigene Nummer bräuchte. Unsere sehr genervten Blicke schienen ihn darauf hingewiesen zu haben, dass wir darauf nun wirklich keinen Bock mehr hatten - 2 zu 1! Aber wir haben immerhin unsere Stempel! Der Spaß hat mich übrigens heute alleine 20€, nur an Fahrtkosten, ärmer gemacht.

Achja, Japan siegt verdient gegen Argentinien!

Samstag, 2. Oktober 2010

... ? Lesson 1: Gang-Dance. Leadership and Ethic.

Ich sende Grüße und ein Hallo nach Deutschland. ;)

Da ich beim besten Willen nicht alles Posten kann was hier so passiert, gibt es jetzt einen Rundumschlag der alle Lücken füllen soll. In gebotener Kürze ab dafür.

Seit dem 11.09. steht die grobe Ferienplanung für Semesterferien, Weihnachten, Golden Week etc. Im Land der Farben, Geräusche, Hektik und der medialen Dauerbeschallung gehts zunächst einmal ins Disneyland Tokyo! Unter der Annahme dass ich nicht durchdrehe in dem Hort allen Caos werde ich dann das Land verlassen und versuchen Steine über die Mauer von Süd- nach Nordkorea zu werfen. :) In der Woche wird es also eine Blog-Exkursion in Richtung "How to Conquer South-Corea..." geben. Da Japan so flockig läuft muss ich einfach in weitläufigeren Dimensionen denken. Soweit so gut. Über die Weihnachtszeit geht es 2 mal 5 Tage in den Süden Japans - Silvester dann in der eigens dafür entworfenen Stadt Tokyo.

Der März eignet sich nicht zum studieren - also macht die ICU frei und ich werde Nord-Japan und ggf. noch 1 Woche Süden dran hängen! Die Golden Week wird dann mit Tagestrips um Tokyo herum verballert (Mai). Danach komme ich dann wieder. Hört sich erschreckend kurz an finde ich!

Lesson 1: Wenn uns die Westside-Story eines gelehrt hat, dann dass jede wirklich hippe Gang eine Tanzperformance braucht. Wenn uns die edlen Gebirgsjäger der Bundeswehr eines gelehrt haben, dann dass jede Elite-Truppe ein paar absurde Aufnahmerituale braucht. Ham wa auch gehabt. Die neuen Wohnheimsstudenten mussten/durften sich die Aufnahme ins jeweilige Wohnheim mit ein bisschen Würde erkaufen. Wie schon mal angesprochen hieß dies verkleiden und eine 4 Minuten Performance einstudieren. Ihr seht ein paar der wunderbaren Highlights. Das schöne ist dass man sich eine Woche lang keine Gedanken um Kleidung machen musste. Das von gestern einfach nochmal war angesagt. Unsere Performance stand unter dem Motto "Through the Ages", so we had:

1) The Beatles
2) Star Wars
3) Mr.Roboto+Mickey
4) Nsync
5) Spice Girls
6) Titanic
7) Lady Gaga

Keine Frage dass ich bei den Jungs von NSYNC aufgelaufen bin. Am Abend vor der Bakayama-Performance gab es die offizielle Begrüßungsparty. Spezialität an diesem Abend: Pferdesalami - was soll ich sagen: 美味しい です。Aber es gab noch einiges mehr. Der Song der Sekai-Boyz wurde raus geholt - beginnt mit "So sehn Sieger aus..." man sieht hier wurde bereits vorarbeit, für uns aktuelle deutsche Gesandtschaft, geleistet. Der Song des Global House wurde wirklich gut zum besten gegeben und die Tanztruppe hat die Hüften kreisen lassen. Schön wars.

Die Performance lief dann wie ein Länderspiel, es gab zwar, wegen zu viel Regen, keine Generalprobe, aber dank der generell hohen Bühnenerfahrung flutsche es. Vor der ganzen Uni inkl. Professoren haben wir vor dem Hauptgebäude gezeigt dass wir an die ICU gehören.

Bitte sehr - etwas zum immer und immer wieder angucken! ;) Wir wurden übrigens bereits gebucht, um auf der Süd-Nord-Koreanischen Mauer zu performen. Wenn David Hassel the Hoff die deutsche Wertarbeit hat einkrachen lassen befürchte ich, dass wir nebenbei auch noch Schiffe, wie vom Torpedo getroffen, sinken lassen können. Vi-Vi-Video

Leadership and Ethic: Damit beschäftige ich mich momentan. :) Viel mehr aber noch mit aktuellen Geschehnissen in internationalen Beziehungen. Mehr ist da eigentlich nicht zu zu sagen. Generell werden hier immer mal wieder die alten Meister raus geholt. Machiavelli, Kant, Freud ... . Ebenso interessant wie kompliziert. Achja, mein Freund Shiba-先生 scheint auch nichts auf das französische Militär zu geben, zumindest zählt er die nicht zu den Gewinnern des WWII. Hach, da ist die französische Kursteilnehmerin fast schon wieder an die Decke gegangen ^^. Naja, Fakt ist dass diese generelle Ausbildung beim erobern des Landes das damit wirbt, dass die Sonne hier aufgeht, hilfreich sein wird. Denke ich.

Leadership passt erstaunlich gut aufs Thema Fußball - Mensch was ne Überleitung, brilliant. Wir haben mittlerweile zwei Spiele hinter uns gebracht. Ein Sieg und eine Niederlage. Da ich bei meinen Trainingsauftritten im Tor etwas viel Dreck in meinen Blutkreislauf bekommen habe war an herum springen nicht zu denken. Also defensives Mittelfeld. Es ist so ungemein geil im Schnitt 20-30 KG und 10-20 cm Höhe mehr mit zu bringen. Man kann eigentlich keine Zweikämpfe verlieren - mir sind aber zwei der Pfeil schnellen Japaner unglücklich in die Schulter getaumelt. Sieht aus als wär ich gebissen worden. Nur Fouls gegen mich werden aus Prinzip nicht gepfiffen. Damn. Stehe hier vor dem selben Problem wie damals der gute Möller, man kann fliegen wie man will, niemand pfeift. Das zweite Spiel haben wir übels vergeigt, 3 zu 1. Immer noch nicht fit fürs Tor musste ich in die zentrale der Viererkette, da sich unsere deutsche Eiche doch tatsächlich den Miniskus gequetscht hat. Depp. Nun machen sich 82kg auf rutschigem Boden gegen leichte und bewegliche Japaner nicht besonders. Machte aber nichts, denn ich habe nen langsames Mädel als Gegnerin vorgesetzt bekommen und konnte die tatsächlich das ganze Spiel ausschalten. Trotzdem bin ich froh, dass mich niemand hat schimpfen und fluchen hören über unser Spiel. Die wären vom Glauben abgefallen.

Dank des Regens sind die letzten zwei Spiele ausgefallen und wir konnten ordentlich trainieren.

Tja, da habe ich doch nen paar Tage tot geschlagen. Wünsche den vielen Geburtstagskindern nochmal alles Gute.

Nachher ist wieder Training und dann gehts zum Baseball-Major-League Spiel! Schönes Wochenende!